Filterung von Ewigkeits-Chemikalien PFAS, TFA & BPA
In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ – Fachbegriff PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) – in der Öffentlichkeit stark gestiegen. Diese chemischen Verbindungen sind in vielerlei Hinsicht bedenklich: Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Stabilität und wasserabweisenden Eigenschaften finden sie sich in einer Vielzahl von Alltagsprodukten, von beschichtetem Kochgeschirr über Outdoor-Bekleidung bis hin zu Pizzakartons. Doch die Kehrseite dieser chemischen Robustheit ist gravierend, denn PFAS reichern sich in der Umwelt und sogar im menschlichen Körper an und können kaum abgebaut werden. So entsteht das Problem der „Ewigkeitschemikalien“: Einmal freigesetzt, verbleiben sie für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, in Böden, Gewässern und Nahrungsketten – mit bislang noch nicht vollständig abschätzbaren Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.
Besonders besorgniserregend ist die Kontamination unseres Trinkwassers mit PFAS, darunter auch der Untergruppe TFA (Trifluoressigsäure). Diese Substanzen geraten über industrielle Abwässer, Kläranlagen oder auch durch Regenwassereintrag zunehmend ins Grund- und Oberflächenwasser. Die klassischen Methoden der Wasseraufbereitung sind kaum in der Lage, diese hartnäckigen Verbindungen effektiv zu entfernen. Gleichzeitig wächst das Interesse der Bevölkerung an praktikablen Lösungen, um das eigene Trinkwasser zuverlässig von Ewigkeitschemikalien wie PFAS und TFA zu befreien.
Unser Blogbeitrag beleuchtet, wie moderne Filtertechnologien den Herausforderungen durch PFAS und TFA begegnen und welche Filterpatronen sich in Tests besonders bewährt haben.
Filterung PFAS, TFA & BPA mit Umkehrosmosetechnik
Lange Zeit galt die Umkehrosmose als einzig sicherer Weg, um solche chemischen Verbindungen zu entfernen. Umkehrosmose entfernt PFAS sehr zuverlässig (oft über 90-99 %), da die winzigen Poren der semipermeablen Membran selbst kleinere PFAS-Moleküle zurückhalten, während Wassermoleküle passieren können. Diese Technologie ist effektiv für lang- und kurzkettige PFAS.
Die komplexe Umkehrosmosetechnik sagt aus verschiedenen Gründen nicht jedem zu, da das extrem effektive Umkehrosmoseverfahren, das zu filternde Wasser auch vollständig entmineralisiert und deshalb nachbehandelt werden sollte.
Daher möchten wir auch weitere interessante Alternativen aufzeigen. Seit kurzer Zeit gibt es alternative, moderne Filtertechniken, um dieses Problem zu lösen. Wir stellen Ihnen zwei Technologien vor, die PFAS entfernen und mit leicht zu handhabender Aktivkohlefiltration kombiniert werden können oder bereits sind. Die Mineralisierung des Wassers bleibt dabei erhalten.
Alternativen zur Umkehrosmose bei der Filterung von PFAS, TFA & BPA
Beachten Sie bitte Folgendes:
Der Geschmack des Wassers hängt von der Mineralisierung ab.
Umkehrosmose entfernt nahezu alle Mineralien, weil reines H2O produziert wird. Der Geschmack wird „gelöscht“. Es entsteht ein neutrales, leichtes, weiches Wasser, welches nachträglich etwas aufmineralisiert werden sollte.
Bei Aktivkohleblockfiltern, mit den folgenden Kombinationstechnologien zur Entfernung weiterer Schadstoffe wie auch PFAS & BPA, bleiben die Mineralien mit allen Konsequenzen im Wasser erhalten. Der Geschmack ändert sich kaum.
Fazit: Wer den Geschmack seines Wassers grundsätzlich mag, der sollte sich die alternativen Techniken anschauen. Wer sein Leitungswasser überhaupt nicht mag, der wird vermutlich an der Umkehrosmosetechnik nicht vorbeikommen.
1. Filterung von PFAS & TFA mit Leogant Zenton S4 / K4
- Trifluoracetat (TFA): Vorher: 0,738 µg/l – Nachher: Nicht nachweisbar (Reduktion: 100 %)
- Perfluorpropansäure: Vorher: 0,408 µg/l – Nachher: < 0,030 µg/l (Reduktion: >92,6 %)
- Trifluormethansulfonsäure (TFMSA): Vorher: 0,452 µg/l – Nachher: 0,016 µg/l (Reduktion: 96,5 %)
- Perfluorethansulfonsäure: Vorher: 0,458 µg/l – Nachher: < 0,010 µg/l (Reduktion: >97,8 %)
- Perfluorpropansulfonsäure: Vorher: 0,439 µg/l – Nachher: < 0,010 µg/l (Reduktion: >97,7 %)
Die beiden neuen Leogant Zenton Patronen S4 und K4
Prüfberichte anfordern
Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen wir die Prüfbereichte der Zenton Patronen nicht öffentlich zum Download anbieten. Sie können den Prüfbereicht allerdings von uns via Email anfordern, wir senden Ihnen dann die Prüfberichte zu.
2. Filterung PFAS & BPA mit dem Ahlstrom-Munksjö Disruptor® Filtervlies
Das Ahlstrom-Munksjö Disruptor® Filtervlies ist ein innovatives Filtermaterial, das nicht nur Bakterien, Keime und Viren effektiv zurückhält, sondern auch zahlreiche andere Schadstoffe aus dem Wasser entfernt. Es filtert Viren mit einer Effizienz von 99,99%, Bakterien zu 99,999%, Parasiten zu 99,95% und natürlich auch Mikroplastik sowie viele chemische Substanzen, basierend auf dem bewährten und patentierten Filtermaterial von Ahlstrom (Disruptor®).
Ahlstrom-Munksjö Disruptor®
Das Ahlstrom-Munksjö Disruptor® Filtervlies ist nicht direkt mit herkömmlichen Wasserfiltermedien vergleichbar. Es handelt sich nicht um ein rein mechanisches Filtermedium, das lediglich aufgrund seiner Porengröße funktioniert. Die Filterfeinheit des Vlieses liegt zwischen 1,2 und 1,5 μm, reduziert sich jedoch, sobald es mit Wasser durchflossen wird. Das Disruptor® Vlies arbeitet nach dem Prinzip der elektroadsorptiven Technologie. Es hat die Fähigkeit, zahlreiche Schadstoffe wie Bakterien, Legionellen, Viren, Zysten, Endotoxine, Polysaccharide, Kolloide, Rückstände von Medikamenten sowie Schwermetalle und andere Erreger effizient aus dem Leitungswasser zu beseitigen. Während das Disruptor® Vlies alle Verunreinigungen und schädlichen Keime entfernt, bleiben die geschmacksgebenden Mineralien erhalten, was es zur idealen Ergänzung für bestehende Aktivkohlefiltersysteme macht. Im Gegensatz zu Ultrafiltrationsmethoden oder Hohlfasermembranen ist der Filter weniger anfällig für Verstopfung und bleibt selbst bei mehrtägiger Nichtbenutzung geruchsneutral. Das Ahlstrom-Munksjö Disruptor® Filtervlies erfüllt die aktuellen Trinkwasseranforderungen von NSF/ANSI 42.
Funktionsweise der adsorptiven Disruptor® Technologie:
Das Filtervlies weist eine kristalline Struktur auf, die eine natürliche, stark positive Ladung erzeugt. Dadurch kann es negative Ladungen anziehen. Da die meisten Submikron-Verunreinigungen negativ geladen sind, werden sie effektiv angezogen. Dies basiert auf einer patentierten, elektropositiven nassgelegten Vliestechnologie.
Filterung von PFAS mit Disrupter
Filterpatronen mit Ahlstrom-Munksjö Disruptor
3. Filterung von PFAS mit Carbonit GFP-P200-iA-PFAS Schutz Filterpatrone
Die Carbonit GFP P200 ist eine hochleistungsfähige Aktivkohle-Filterpatrone, die speziell für den Einsatz in Küche und Bad entwickelt wurde. Diese innovative Kombination vereint einen gesinterten Aktivkohleblock mit der einzigartigen, patentierten iA-Technologie im P200-Harzgemisch. Dadurch wird eine besonders effektive Entfernung von PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) im Trinkwasser ermöglicht, die unterhalb der Nachweisgrenze liegt.
Schutz vor langlebigen Chemikalien im Wasser: PFAS-Chemikalien, auch bekannt als „ewige Chemikalien“, sind weltweit verbreitet und von Menschen hergestellt. Sie reichern sich sowohl im menschlichen Körper als auch in der Umwelt an und können gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Die Carbonit Kombi-Patronen kombinieren die Wirksamkeit der gesinterten Aktivkohle mit der patentierten iA-Technologie in einer speziellen Mischung aus Harz und Absorbermaterial. Diese ausgeklügelte Zusammensetzung verbessert die Rückhaltefähigkeit der Aktivkohle-Blockfilter und ermöglicht die gezielte Entfernung sowohl kurz- als auch langkettiger PFAS aus wässrigen Medien. So werden die empfohlenen Grenzwerte der EPA von 4 ppt für PFOA und PFOS zuverlässig eingehalten.
Zur GFP-P200 iA PFAS Schutz Patrone
